Das Land Kenia wurde benannt nach dem gleichnamigen Berg. Die Kikuyu, die bis heute in dem Gebiet leben, nennen den Mount Kenya aufgrund seines schneedeckten Gipfels Kirinyaga oder Kerenyaga, was „der weiße Berg“ bedeutet. Der Mount Kirinyaga war das Hauptwahrzeichen der Gegend, die die Briten später zu Ihrer Kolonie machten. Da die Briten das Wort Kirinyaga jedoch nicht richtig aussprechen konnten, entstand die Bezeichnung Kenia.
Geographie: Kenia grenzt im Norden an den Sudan und Äthopien, im Osten an Somalia, im Westen an Uganda, im Süden an Tansania und im Südosten an den Indischen Ozean. Der größte Teil des Landes, vor allem im Norden und Osten, ist Trocken- oder Halbtrockengebiet. Vom Indischen Ozean steigt das Land langsam vom Buschland über das fruchtbare Ackerland bis zum Hochland an.
Kenia bedeckt ein Gebiet von etwa 582.646 qkm und liegt beidseitig des Äquators.
Klima: In den Tiefebenen, vor allem entlang der Küste, herrscht tropisches Klima, heiß und feucht. Auf den Hochebenen und im Hochland ist das Klima gemäßigter. In Westkenia und dem größten Teil von Nyanza kommt es zu heftigen Regenfällen. Es gibt zwei Regenzeiten, die langanhaltenden Regenfälle von April bis Juni und die kurzanhaltenden Regenfälle von Oktober bis November.
Während der Trockenzeit von September bis März ist Kenia aufgrund seines warmen Klimas ein ideales Urlaubsland.
Bevölkerung: Gemäß der nationalen Volkszählung im August 1999 leben schätzungsweise 28.808.658 Kenianer im ganzen Land verteilt. In den Halbtrockengebieten im Norden und Nordosten leben kaum mehr als 2 Personen/qkm, im reichen und fruchtbaren Westen dagegen 120 Personen/qkm. Im Rift Valley variiert die Bevölkerungsdichte von Gebiet zu Gebiet mit einem Durchschnitt von 13 Einwohnern/qkm. Fast 25% der Gesamtbevölkerung lebt in den Großstädten Nairobi, Mombasa und Kisumu und großen Städten wie Nakuru. 50,48% der Gesamtbevölkerung sind Frauen.
Städte: Nairobi ist die Hauptstadt Kenias und ein Handelszentrum. Die Stadt liegt ca. 500 km von der Küste entfernt auf halbem Weg zwischen den Hauptstädten Ugandas und Tansanias. Sie ist die größte Stadt Ostafrikas und Sitz zweier UN-Behörden, UNEP und Habitat.
Mombasa ist Kenias wichtigster Hafen und ein beliebter Urlaubsort. Die Stadt liegt auf einer Insel in einer geschützten Bucht. Es ist der einzige Hafen, der nicht nur Kenia versorgt, sondern auch Binnenländer wie Uganda, Rwanda, Burundi, die Demokratische Republik Ostkongo und Südsudan.
Kisumu ist die größte Hafenstadt am Victoria-See und vesorgt Kenia, Uganda und Tansania.
Nakuru ist eine Stadt im Becken des Rift Valley; sie lebt von Landwirtschaft und Industrie.
Eldoret liegt an der Hauptverkehrs- und Eisenbahnstrecke nach Uganda. Es lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft und versorgt die Weizen- und Maisanbauer am Nordgraben.






