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Nationalparks in Uganda

Zu bei­den Sei­ten des Äqua­tors brei­tet sich ein Netz­werk von 10 Natio­nal­parks und ver­schie­de­nen ande­ren Schutz­ge­bie­ten aus, das Natur­lieb­ha­bern die groß­ar­tige Mög­lich­keit bie­tet, Ugan­das viel­fäl­tige Flora und Fauna zu erle­ben. Eine Uganda Reise ist ein unver­gleich­li­ches Erleb­nis! Die fas­zi­nie­ren­den, von einer Viel­zahl von Anti­lo­pen, Büf­feln und Ele­fan­ten bewohn­ten Dorn­busch­s­a­van­nen, die man mit Äqua­to­rial-Ost­afrika in Ver­bin­dung bringt, sind dabei nur das eine. Zu den Natio­nal­parks in Uganda gehö­ren auch üppige Aus­deh­nun­gen von tro­pi­schem Regen­wald, schim­mernde Seen und Flüsse vol­ler Leben sowie die eisi­gen Gip­fel von Afri­kas höchs­tem Gebirge.

Ugan­das größ­tes Schutz­ge­biet ist der Murchi­son Fall Natio­nal­park, des­sen mit Pal­men durch­setz­tes Gras­land große Bestände an Löwen, Büf­feln, Ele­fan­ten und Uganda-Gras­an­ti­lo­pen sowie an Rot­schild­gi­raf­fen und Husa­ren­af­fen beher­bergt. Große Ansamm­lun­gen von Fluss­pfer­den und Vögeln kön­nen auf mor­gend­li­chen und nach­mit­ta­g­li­chen Boots­tou­ren auf dem Nil unter­halb des spek­ta­ku­lä­ren Was­ser­falls, nach dem der Park benannt ist, beob­ach­tet werden.

Der Rwenz­ori Moun­tains Natio­nal­park schützt die öst­li­chen Hänge und Glet­scher­gip­fel des 120 km lan­gen Rwenz­ori-Gebir­ges oder der Mond­berge, ein erst­klas­si­ges Wan­der- und Berg­stei­ger­ge­biet, auf des­sen Bedeu­tung als eine Quelle des Nils bereits der Geo­graph Pto­le­mäus um 150 n.Chr. hin­wies. Das Rwenz­ori-Mas­siv erhebt sich vom Grund des Rift-Val­leys auf eine win­ter­li­che Höhe von 5109 m. An den Hän­gen wach­sen aus­ge­dehnte Regen- und Bam­bus­wäl­der, wäh­rend das höher gele­gene Moor­land bekannt ist für seine bizarr anmu­tende Decke von Rie­sen­hei­de­kraut, Lobe­lien und Greiskraut.

Die majes­tä­tisch im Schat­ten des Rwenz­ori-Gebir­ges gele­gene, den Edward-See und den George-See flan­kie­rende üppige Savanne des Queen Eliza­beth Natio­nal­parks bie­tet Büf­feln, Ele­fan­ten und ver­schie­de­nen Anti­lo­pen­ar­ten vor­züg­li­che Wei­de­gründe. Die Liste von über 600 Vogel­ar­ten zeugt von der außer­ge­wöhn­li­chen öko­lo­gi­schen Viel­falt die­ses Parks. Als beson­dere Säu­ge­tier­ar­ten sind her­vor­zu­he­ben das (anderswo schwer zu fin­dende) Rie­sen­wald­schwein und die legen­dä­ren Bäume erklet­tern­den Löwen des Ishasha-Sektors.

Der Bwindi Imp­ene­tra­ble Natio­nal­park ist vor allem als Ort bekannt, wo man wun­der­bar auf Gorilla-Pirsch gehen kann. Der Park bie­tet aber auch Ele­fan­ten, Schim­pan­sen, diver­sen ande­ren Affen­ar­ten und ver­schie­de­nen klei­nen Anti­lo­pen sowie 23 nur im Alber­tine-Rift vor­kom­men­den Vogel­ar­ten Zuflucht.

Berg­go­ri­las sind auch die Haupt­at­trak­tion des Mga­hinga Natio­nal­parks, der den ugan­di­schen Teil des Virunga-Gebir­ges schützt, einer ein­drück­li­chen Kette von neun frei ste­hen­den erlo­sche­nen und akti­ven Vul­ka­nen, die ent­lang der Grenze zu Ruanda und zum Kongo DRC verläuft.

Der tie­fer gele­gene und schwe­rer zu errei­chende Sem­liki Natio­nal­park, ein ugan­di­scher Aus­läu­fer des am Fuß des nörd­li­chen Rwenz­ori-Gebir­ges gele­ge­nen kon­go­le­si­schen Ituri-Regen­wal­des, ist für Orni­tho­lo­gen von beson­de­rem Interesse:hier kom­men unge­fähr 40 kon­go­le­si­sche Vogel­ar­ten vor, die es in Uganda sonst nir­gends gibt. Das nahe gele­gene spek­ta­ku­läre Sem­liki-Wild­life-Reser­vat, das an den Albert­see stößt, ist ein vor­züg­li­cher Ort, um einen rät­sel­haf­ten Sumpf­be­woh­ner zu beob­ach­ten: den Schuhschnabel-Storch.

Der Kibale Natio­nal­park ist der Traum eines jeden Pri­ma­to­lo­gen. Er beher­bergt mehr als 1000 Schim­pan­sen, von denen eine 80 Mit­glie­der umfas­sende Sippe an die Besu­che von Tou­ris­ten gewöhnt ist, dazu ein hal­bes Dut­zend leicht zu beob­ach­tende Affen­ar­ten, unter ihnen die akro­ba­ti­schen Roten Colo­bus- und Schwarz­wei­ßen Colo­bus­af­fen sowie die hüb­sche Vollbartmeerkatze.

Das Herz­stück des Lake Mburo Natio­nal­parks, des Kam­pala am nächs­ten gele­ge­nen Savan­nen-Reser­vats, ist eine Reihe von sumpf­ge­säum­ten Seen, die bekannt sind für ihren Vogel­reich­tum; so fin­det man hier das geheim­nis­volle Afri­ka­ni­sche Bin­sen­huhn. Im grü­nen Aka­zien-Wald­land, das die Seen umgibt, leben vie­leZe­bras, War­zen­schweine, Büf­fel, Impa­las und ver­schie­dene andere Gras­fres­ser, dar­un­ter die letzte über­le­bende Elen-Anti­lo­pen-Popu­la­tion Ugan­das, die größte afri­ka­ni­sche Antilopenart.

An der kenia­ni­schen Grenze in der Nähe von Mbale gele­gen, umgigt der
Mount Elgon Natio­nal­park den 4321 m hohen Berg, nach dem er benannt ist und der den größ­ten Kra­ter­grund aller erlo­sche­nen Vul­kane der Welt hat. Ein üppi­ges Lebens­raum-Mosaik von afri­ka­ni­schem Gebirgs­wald, Gras- und Moor­land macht die­sen Park zu einem sehr loh­nens­wer­ten Ziel für Wan­de­rer und andere Naturbegeisterte.

Weit im Nord­os­ten ist der abge­le­gene, wilde und wenig besuchte Kidepo Val­ley Natio­nal­park das Zuhause vie­ler Fest­land-Tier­ar­ten, etwa des Gepar­den und des Gro­ßen Kudu, die man sonst nir­gends in Uganda fin­det, wäh­rend die ganz­jäh­ri­gen Regen­fälle vor allem in der Tro­cken­zeit viele Ele­fan­ten und bis Tau­send Tiere umfas­sende Büf­fel­her­den anziehen.

Neben all den auf­ge­zähl­ten Natio­nal­parks in Uganda fin­den sich auch sechs Wildreservate.

  • Kyam­bura-Wild­re­ser­vat
  • Aswa-Lolim-Wild­re­ser­vat
  • Ajai-Game-Wild­re­sevat
  • Pian-Upe-Wild­re­ser­vat
  • Bokora-Wild­re­ser­vat
  • Mathe­n­iko-Wild­re­ser­vat