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Saadani Nationalpark

Der Saadani Nationalpark ist das einzige Naturschutzgebiet in Tansania, das ans Meer grenzt. Es herrscht heißes und feuchtes Küstenklima vor. Der Park bietet eine einzigartige Kombination von Flora und Fauna sowohl des Meeres als auch des Festlands, zudem in einem kulturell faszinierenden Umfeld. Er beherbergt neben zahlreichen Reptilien und Vögeln etwa 30 Arten größerer Säugetiere. Darüber hinaus tummeln sich im angrenzenden Ozean etliche Fischarten (über 40), Grüne Meeresschildkröten, Buckelwale und Delfine.  

Die feuchte Savanne des Saadani Nationalparks lässt sich in drei einfach zu unterscheidende Arten unterteilen: eine Grassavanne, Weideland mit kurzem Gras und dunkle Baumwollebenen.

Zu den Bewohnern der Grassavannen gehört der Büffel, der bis zu 850 kg auf die Waage bringt. Auch mehrere Herden von Kuhantilopen kann man im Saadani Nationalpark beim Grasen beobachten. Der gemeine Wasserbock kommt im gesamten Parkgebiet vor. Dieser Grasfresser wiegt bis zu 270 kg und ist leicht anhand eines weißen Rings um den Schwanz zu erkennen. Besonders hoch im Saadani Nationalpark ist die Dichte an Riedböcken, wenngleich es trotzdem schwierig sein kann, diese mittelgroße Antilopenart (45 kg) zu sichten, weil sich die Tiere gern im hohen Gras hinlegen, um Schutz zu suchen. Warzenschweine sind allgegenwärtig und wagen sich sogar bis ins Dorf Saadani vor. Da die meisten Dorfbewohner Moslems sind, haben die Warzenschweine mittlerweile erkannt, dass sie ihnen nichts tun.         

Die höchsten Tiere der Welt und zugleich das Nationalsymbol von Tansania – Giraffen – tummeln sich zahlreich im Saadani Nationalpark. In den Kurzgrassavannen grasen große Herden von Streifengnus. Weitere eingeführte Arten sind das Steppenzebra und die Elenantilope.

Auch der Löwe als größter Fleischfresser Afrikas ist in Saadani zu finden, wenngleich man ihn selten zu sehen bekommt. Nachts hört man die Hyänen und begegnet Ginsterkatzen, Stachelschweinen und Zibetkatzen. Weitere Arten, die man innerhalb des Parks beobachten kann, sind Buschböcke, Pinselohrschweine, Steppenpaviane und Südliche Grünmeerkatzen.

Von Osten nach Westen verändert sich das offene Meer von Korallenriffen hin zu einem Brackwasserökosystem, gekennzeichnet von Mangrovenwald, Salztonebenen und kahlen Salzgebieten. Weiter im Landesinneren stellt der Wami neben etlichen temporären Flüssen und Dämmen die wichtigste Süßwasserquelle dar.

Bei Ebbe zieht sich das Meer um bis zu 100 Meter zurück und bildet eine praktische Passage für Einheimische und Wildtiere. Diese Strände sind die einzigen nördlich von Daressalam, wo nach wie vor Meeresschildkröten ihre Eier legen. Die verbreitetste Art ist die Grüne Meeresschildkröte, die größte der hartschaligen Meeresschildkröten. Der Meeresanteil des Parks umfasst die Mafui-Sandbänke, deren bunte Korallenriffe wichtige Brutplätze für zahlreiche Fischgattungen sind.

In der Übergangszone, unmittelbar über dem Meeresspiegel, wachsen immergrüne Mangrovenbäume. Diese salztoleranten Gezeitenwälder bieten etlichen Vogelarten, Fledermäusen, Affen, Flusspferden und Reptilien eine Ruhe- und Nahrungsstätte. Auch viele Meeresbewohner wie Garnelen legen ihre Eier in diesen geschützten Lebensräumen. Im Saadani Nationalpark wächst ein großer Mangrovenwald entlang des Wami. Hier kann man auch große Flusspferdherden beobachten. Auch das Nilkrokodil lebt hier. Der Wami ist außerdem ein hervorragendes Gebiet, um Vögel wie den Eisvogel, den Fischadler und zahlreiche Arten von Stelzvögeln zu beobachten.

Der weniger bekannte Küstenwald zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt mit vielen Pflanzen aus, die nur in diesem Gebiet (endemisch) vorkommen. Der Wald spielt eine wichtige Rolle beim Schutz der Erde vor Erosion und reguliert so auch den Wasserkreislauf. Neben den zwei großen Wäldern – Zaraninge und Kwamsisi – stellen zahlreiche kleinere Wald- und Buschlandstreifen einen wichtigen Lebensraum für Tiere dar.  Diese Gebiete sind anfällig für illegale Abholzung, Holzkohleproduktion und Ackerlandausweitung.

Die Elefanten in Saadani sind relativ scheu und verstecken sich tagsüber in der Regel gern in den bewaldeten Teilen des Parks. Auch Leoparden trifft man im dichten Busch- und Waldland (Dickichten) an. Diese Tiere bekommt man selten zu sehen, da sie vorwiegend nachtaktiv sind, und sie können in nächster Nachbarschaft zu Menschen leben. Weitere interessante Tiere, die hauptsächlich in Waldgebieten leben, sind der Große Kudu und kleinere Antilopen wie Moschusböckchen und Ducker. Die Wipfel der Bäume werden von Stummelaffen bevölkert, die sich wie fast alle Affen vorwiegend von Blättern ernähren, von rein nachtaktiven Buschbabys sowie von etlichen Früchte essenden Vogelarten, Insekten und Schmetterlingen.

Lage  Der Saadani Nationalpark liegt mitten im historischen Dreieck zwischen Bagamoyo, Pangani und Sansibar

Größe umfasst eine Fläche von 1.100 km²

Anreise Der Saadani Nationalpark liegt ungefähr 45 km nördlich von Bagamoyo. Sobald die derzeit in Bau befindliche Brücke fertiggestellt ist, wird der Park von Daressalam aus via Bagamoyo einfach über den Wami erreichbar sein. Derzeit jedoch ist von Daressalam aus ein Umweg von 200 Kilometern über die Chalinze-Msata-Straße erforderlich, um den Park zu erreichen.

Von Norden gelangt man aus Tanga zum Park, indem man den Pangani mit einer Fähre überquert (75 km / Fahrtzeit drei Stunden). Ein Transfer auf dem Luftweg kann zu den Landepisten Mkwaja oder Saadani organisiert werden.

Beste Reisezeit Ganzjährig, außer in der Regenzeit (März bis April)

Unterkünfte
  Es innerhalb und außerhalb des Parks private Unterkünfte wie Saadani Safari Lodge, KISAMPA und ein Zelt mit Aussicht.