Tanzanias Historie
Tansania gilt als die Wiege der Menschheit. Hier- in der Olduvai-Schlucht- wurden die Überreste des 1,75 Millionen Jahre alten Homo Habilis(Zinjanthropus) entdeckt.
Die äußeren Einflüsse auf die einheimische Bevölkerung gehen auf mehr als 2000 Jahre zurück, als arabische/persische Händler in einige Küstenregionen des Landes vordrangen. Im achten Jahrhundert wurden auf Sansibar, in Kilwa Masoko, Mikindani und Pangani Siedlungen von arabischen Händler errichtet.
Die Portugiesen bauten im 16. Jahrhundert vorübergehend Siedlungen in einigen Gebieten und wurden dann, im späten 17. Jahrhundert, von Arabern aus Oman verdrängt, die sich dem Sklavenhandel widmeten und Sansibar zu ihrer Hauptstadt machten.
Die ersten Europäer waren Endeckungsreisende und Missionare, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts ins Land kamen. Die Neuigkeiten, die diese aus Ostafrika zu berichten wußten, weckten alsbald koloniale Ambitionen bei den europäischen Mächten.
Ende des 19. Jahrhunderts hatte Deutschland das Festland besetzt und zum Schutzgebiet Deutsch- Ostafrika erklärt. Die Insel Sansibar wurde britisches Protektorat. Ende des Ersten Weltkrieges ging auch die Verwaltung des Festlands unter dem Namen Tanganjika in britische Hand über, 1922 im Rahmen eines Völkerbundsmandats und nach dem Zweiten Weltkrieg als UN-Treuhandgebiet. Tanganjika wurde 1961 in die Unabhängigkeit entlassen, und Mwalimu Julius Kambarage Nyerere wurde der erste Präsident. Zwei Jahre später, am 26. April 1964, vereinigte sich Tanganjika mit Sansibar und Pemba zur Vereinigten Republik von Tansania.
Tansania ist ein demokratisches Land mit einem Mehrparteiensystem; die Verwaltung gründet sich auf den Präsidenten, das Parlament und die Justiz. Wahlen finden alle fünf Jahre statt für eine Legislaturperiode für 10 Jahre. Tansania ist Mitglied der Ostafrikanischen Gemeinschft, der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC), der Afrikanischen Union, der Welttourismusorganisation, der UNO und des Commonwealth.



