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Nationalparks in Kenia

Fast 50 Nationalparks, Reservate und Marineparks bieten die Lebens- und Überlebensgrundlage für den großen Artenreichtum der Tierwelt Kenias.

Tsavo East Nationalpark

Der 11.747 km² große Tsavo-Nationalpark ist nicht nur eines der ältesten sondern auch das größte Schutzgebiet Kenias: Seine Fläche nimmt einen Anteil von 40% an der Gesamtfläche aller kenianischen Nationalparks ein. Aufgrund der reizvollen Landschaft in Verbindung mit der Nähe zur Küste ist er ein beliebtes Ziel von Safaris. Verbuschtes Grasland geht über in offenes Grasland, Akazienbusch und Trockenwälder. Entlang der Flussufer sorgt üppige Vegetation für Abwechslung. Nördlich des Galana-Flusses beginnt die absolute Wildnis. Einige Anbieter führen Spezialsafaris in diese Gebiete durch, sogar Kamelsafaris werden hier angeboten. Im Nationalpark liegen eine Lodge, vier Zeltcamps, elf Campingplätze und eine Anlage mit Banda-Unterkünften zur Selbstversorgung. Mit seinen atemberaubenden Landschaften ist Tsavo East ein lohnendes Ziel für Fotografen: Besonders der Mudanda Rock und die Ausblicke auf das Yatta Plateau, den längsten erkalteten Lavastrom der Welt, sind einen Ausflug wert. Die Lugards Falls am Galana-Fluss sind bekannt für ihre bizarren, vom strömenden Wasser ausgehöhlten Felsformationen. Zu den Wildtieren Tsavos gehören Elefanten, Nashörner, Löwen, Leoparden, Krokodile, Wasserböcke, Kudus, Giraffengazellen und Zebras. Hier im Tsavo leben die größten Elefantenherden Kenias. Der rote Boden Tsavos, dessen Staub die Elefanten zur Körperpflege nutzen, verleiht ihnen hier einen rötlichen Schimmer.

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1948

Höhenlage:

150-1.200 Meter über dem Meeresspiegel

Fläche:

11.747 km²

Lage:

Südkenia, nicht weit entfernt von der Küste

Entfernung von Nairobi:

232 km (Mtito Andei Gate), 325 km (Voi Gate)

Entfernung von Mombasa:

250 km (Mtito Andei Gate), 175 km (Voi Gate)

Klima:

Heiß und trocken

Vegetation:

Gehölzreiches Grasland, offene Savannen, Akazienbuschland, Trockenwälder

Tierwelt:

Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard, Wasserbock, Kudu, Gerenuk, Zebra, Krokodile, über 500 Vogelarten

Tsavo West Nationalpark

Schon im Jahre 1900 erlangte Tsavo beim Bau der Uganda-Eisenbahn zweifelhafte Berühmtheit: Viele Arbeiter kamen damals durch die menschenfressenden Löwen, die "Maneaters of Tsavo", um. Im Railway Museum in Nairobi ist noch immer eine Kutsche ausgestellt, aus welcher die Bestien einst eines ihrer Opfer herauszogen. Im zweiten Weltkrieg dagegen war Tsavo der Schauplatz einiger Zusammenstöße zwischen deutschen und britischen Truppen. Heute ist der 9065 km² große Tsavo West Nationalpark aufgrund seiner günstigen Lage an der Hauptverbindungsstraße zwischen Nairobi und Mombasa einer der beliebtesten Nationalparks Kenias. Innerhalb des Parks befinden sich drei Lodges, vier Zeltcamps, vier Campingplätze sowie drei Anlagen mit "Banda"-Hütten zur Selbstversorgung. Das Auge schweift über eine faszinierende Weite der Landschaft, über Berge, Galeriewälder, offene Steppen, Seen und von Bäumen durchsetztes Grasland. Die weiten Ebenen Tsavos erstrecken sich bis an die tansanische Grenze. An einigen Stellen besteht die Möglichkeit, das Fahrzeug zu verlassen und zu Fuß auf ausgewiesenen Wegen durch die Landschaft zu streifen. Besonders die geführte Wanderung entlang erstarrter Lavaströme zum Chaimu-Krater ist ein Erlebnis. Auch ein Besuch der Mzima Springs gehört zum Pflichtprogramm: In diesen glasklaren Quellteichen tummeln sich neben einer Vielzahl Fische mächtige Flusspferde. An einem verglasten Unterwasserversteck kann man sie aus einzigartigen Perspektiven beobachten.

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1948

Höhenlage:

150-1.800 Meter über dem Meeresspiegel

Fläche:

9.065 km²

Lage:

Südkenia, nicht weit entfernt von der Küste

Entfernung von Nairobi:

232 km (Mtito Andei Gate)

Entfernung von Mombasa:

250 km (Mtito Andei Gate)

Klima:

Heiß und trocken

Vegetation:

1000 Pflanzenarten; Buschland, Savannen, Akazienbusch, viele Baobabbäume

Tierwelt:

u.a. Leopard, Gepard, Büffel, Nashorn, Elefant, Giraffe, Zebra, Löwe, Krokodil, Mangusten, Schliefer, Dik-Dik, Kleiner Kudu; 600 Vogelarten

Amboseli Nationalpark

Der Amboseli-Nationalpark ist zum einen für seine Großtierwelt berühmt – vor allem für seine großen Elefantenherden –  zum anderen für seine abwechslungsreiche Landschaft. In dem 392 km² großen Nationalpark finden sich fünf verschiedene Lebensraumtypen und außerdem ein zumeist ausgetrockneter See, der Lake Amboseli. Zu den verschiedenen Landschaftsformen gehören offene Savannen, lichter Akazienwald, felsiger Dornbusch sowie üppig grünes Sumpfland. Am Westrand des Reservates erhabt sich der Ol Doinyo Orok mit über 2760 Metern Höhe. Über dem ganzen Gebiet thront, jenseits der tansanischen Grenze, der majestätische Kilimanjaro mit seiner schneebedeckten Gipfelkuppe.  Als einer der meistbesuchten Parks Kenias verfügt Amboseli über eine Auswahl exzellenter Unterkünfte: Im Park selbst liegen die Amboseli New Lodge, die Ol Tukai Lodge, Serena Lodge sowie die Kilimanjaro Lodge. Außerdem existieren zwei Campingplätze innerhalb sowie einige kleine Zeltcamps außerhalb des Nationalparks. Im Osten des durch ein dichtes Netz von Fahrpisten erschlossenen Nationalparks gibt es die meisten Tiere zu sehen: So zum Beispiel Elefanten, Löwen, Leoparden, Geparden, Massai-Giraffen oder Büffel. Auch Zebras, Elenantilopen, Gnus, Wasserböcke, Thomsons- und Grantgazellen sowie Impalas werden regelmäßig beobachtet. Das Spitzmaulnashorn ist leider mittlerweile selten geworden. Im Trockenbusch in Richtung Namanga gibt es einige besondere Huftiere zu entdecken, nämlich die Gerenuk und die Oryx. Zu den kleineren in Amboseli vorkommenden Arten gehören Grüne Meerkatzen, Steppenpaviane, Schabrackenschakale, Tüpfelhyänen oder Löffelhunde, welche oft beim Sonnenbad vor ihrem Bau beobachtet werden können. Auch die Vogelwelt ist beeindruckend: Besonders in den Feuchtgebieten Amboselis kommen etliche Wasservogelarten vor.

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1948

Höhenlage:

ca. 1.200 m über dem Meeresspiegel

Fläche:

392 km²

Lage:

Südkenia mit Blick auf den Kilimanjaro

Entfernung von Nairobi:

220 km

Entfernung von Mombasa:

400 km

Klima:

Heiß und trocken

Vegetation:

Akazienbuschland, Grassavannen, Sumpfgebiete

Tierwelt:

Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard, Wasserbock, Kudu, Gerenuk, Zebra, Oryx, über 400 Vogelarten

Masai Mara National Reserve

Die 1.510 km² große Masai Mara ist das wohl berühmteste und meistbesuchte Schutzgebiet Kenias. Die atemberaubende Weite der Landschaft ist vielen bereits aus dem Film "Jenseits von Afrika" bekannt. In der Masai Mara lebt eine reiche Tierwelt, darunter auch die "Big Five" sowie eine Vielzahl von Savannentieren. In und um die Masai Mara findet man eine Bandbreite verschiedenster Unterkunftsmöglichkeiten von der Safarilodge bis zum Luxuscamp. Ein einzigartiges Naturschauspiel stellt die jährliche Tierwanderung dar: Millionen von Zebras und Gnus ziehen auf der Suche nach Weidegründen aus der Serengeti, weit im Süden in Tansania, bis in die noch grünen Savannen der Masai Mara. Für Raubtiere, wie Löwen, Leoparden und Hyänen herrscht während dieser Zeit Hochsaison. Am Himmel kreisen die Geier auf der Suche nach einem frischen Riss. Ihren Höhepunkt nimmt die Tierwanderung in der Zeit von Juli bis August, wenn die gewaltigen Herden den Mara-Fluss überqueren. Auch die Vogelwelt der Masai Mara ist vielfältig: Dazu gehören unter anderem der Schalow's Turako, die Gabelracke oder der Kronenkranich. Insgesamt 53 Greifvogelarten konnten in der Masai Mara nachgewiesen werden, darunter auch der langbeinige Sekretär.

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1961

Höhenlage:

1.500 – 1.650 m über dem Meeresspiegel

Fläche:

1.510  km²

Lage:

Südwestkenia

Entfernung von Nairobi:

250 km

Klima:

Angenehm warm bei trockener Luft; in der Regenzeit allerdings hohe Niederschläge

Vegetation:

Grassavannen, Galeriewälder

Tierwelt:

Elefant, Flusspferd, Büffel, Löwe, Leopard, Wasserbock, Zebra, Gnu, Thomson-Gazelle, Krokodil; über 400 Vogelarten

Lake Nakuru Nationalpark

Der Lake Nakuru Nationalpark ist einer der kleinsten Nationalparks Kenias, aber aufgrund seiner schnellen Erreichbarkeit, seinen abwechslungsreichen Landschaften und seinen vielen Tieren einer der beliebtesten Parks Kenias. Er liegt mitten im Rift Valley, dem Großen Afrikanischen Grabenbruch rund um den gleichnamigen Lake Nakuru. Da der See keinen Abfluss besitzt, ist sein Wasser alkalisch. Das alkalische Wasser ist die Lebensgrundlage für Flamingos, welche den See oft in einer unglaublichen Anzahl bevölkern. In dem See waren ursprünglich keine Fische beheimatet, eine afrikanische Buntbarschart wurde jedoch künstlich angesiedelt, was viele Wasservögel, wie Kormorane und Pelikane anzog. Da der kleine Nationalpark durchgehend eingezäunt ist, ist er ein ideales Schutzgebiet für seltene Tierarten: So wurden hier Spitzmaulnashörner aus Landesteilen angesiedelt, in welchen sie durch Wilderer bedroht gewesen wären. In Nakuru müssen sie nichts dergleichen befürchten und haben darüber hinaus viel besser Fortpflanzungsbedingungen. Aus Südafrika wurden sogar Breitmaulnashörner eingeführt, welche in Kenia bisher ausgerottet waren. Heute ist der Lake Nakuru der beste Ort in Kenia, um Nashörner zu beobachten. Auch die seltene, in Uganda und Westkenia beheimatete Rothschildgiraffe hat am Lake Nakuru ein sicheres Refugium. Die einzige Tierart, die man hier vermissen könnte, sind Elefanten, ansonsten hat der vielfältige Park fast alles zu bieten.

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1968

Höhenlage:

1.756 Meter über dem Meeresspiegel

Fläche:

188 km²

Lage:

zentrales Rift Valley

Entfernung von Nairobi:

160 km

Klima:

Warm und trocken, kühle Nächte

Vegetation:

550 Pflanzenarten; Savanne, Akazienwälder, Euphorbienwald

Tierwelt:

viele Büffel, Wasserböcke, Impalas, Leoparden; wieder angesiedelt wurden Nashörner, Rothschildgiraffen und Löwen; außerdem über 450 Vogelarten, darunter Pelikane und zeitweise über 1 Mio Flamingos

Abardare Nationalpark

Das Abardare-Gebirge in Zentralkenia wurde von seinem ersten europäischen "Entdecker", Joseph Thompson, im Jahre 1884 nach Lord Aberdare, dem Präsidenten der Royal Geographical Society bennannt. Für das Volk der Kikuyu hieß das Gebirge aufgrund seiner Silhouette allerdings immer schon "Nyandarua", was soviel wie "zum Trocknen aufgespannte Tierhaut" bedeutet. Das fruchtbare Hochland an den Flanken der Abardares wurde um 1920 britischen Siedlern in Anspruch genommen, die lokale Bevölkerung wurde in weniger fruchtbare Gebiete abgedrängt. Während der 1950er Jahre waren die dichten Wälder der Abardares daher Rückzugsort der Mau-Mau, einer Gruppe von Widerstandskämpfern gegen die britische Kolonialherrschaft. Heute bietet das Abardare-Gebirge für den Touristen ein lohnendes Kontrastprogramm zu den bekannten Savannen-Nationalparks. Eine Reihe von Wasserfällen, darunter die über 300 m tief fallenden Karuru Falls bieten eindrucksvolle Szenerien. In Begleitung eines Rangers können Bergwanderungen unternommen werden, selbst Forellenangeln ist in den Bächen der Abardares möglich. Die Lizenz hierzu ist an den Parkeingängen erhältlich. Berühmt sind die Abardares für die beiden Waldlodges, das auf Stelzen erbaute "Tree Tops" und "The Ark". Beide liegen vor einem Wasserloch und einer Salzlecke im sonst dichten Wald. Von den Zimmern oder von der Terrasse aus können Tag und Nacht Tiere wie Büffel und Nashörner oder mit Glück auch Leoparden und Löwen beobachtet werden. Wer seine Nachtruhe genießen, aber dennoch nichts verpassen möchte, kann sich sogar wecken lassen, sobald ein seltenes Tier ins Scheinwerferlicht tritt.

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1950

Höhenlage:

1.829 – 3.995 Meter über dem Meeresspiegel

Fläche:

767 km²

Lage:

Zentralkenia, westlich des Mount Kenya

Entfernung von Nairobi:

180 km

Klima:

kühl und wolkig; starke Regenfälle zwischen März und Juni sowie zwischen September und Dezember

Vegetation:

reiche afroalpine Pflanzenwelt, in niederen Lagen Bambusdickicht und Bergwald

Tierwelt:

u.a. Schwarz-Weißer Colobusaffe, Leopard, Löwe, Riesenwaldschwein, Buschbock, Bongo, Elefant, Spitzmaulnashorn; 250 Vogelarten

Meru Nationalpark

Der Meru Nationalpark liegt östlich des Mount Kenya am Fuße der über 2500 Meter hohen Nyambeni Hills. Im Südosten grenzt der Park von vielen kleinen Wasserläufen durchzogene Park an den längsten Fluss Kenias, den Tana River. Unter Insidern gilt Meru als Geheimtipp unter den schönsten Schutzgebieten Kenias. Im Meru Nationalpark überschneidet sich die Tierwelt des Nordens mit der des Südens Kenias: So ist Meru die Südgrenze des Verbreitungsgebietes von Netzgiraffe, Grevy-Zebra oder Somali-Strauß und gleichzeitig die Nordgrenze für Kongoni-Kuhantilopen oder die winzigen Kirk-Dikdiks. Aufgrund der teils üppigen Vegetation sind die Tiere nicht ganz so leicht zu entdecken, wie in anderen Parks. Die Ursprünglichkeit Merus macht aber seine ganz besondere Faszination aus. In den 60er Jahren entließen George und Joy Adamson hier ihre aufgezogene Löwin Elsa in die Freiheit. Durch Joy Adamson's Buch, "Frei geboren", welches später verfilmt wurde, erlangte auch der Meru Nationalpark Berühmtheit. In den 1980er Jahren wurde der Park zu seinem großen Unglück von Wildererbanden heimgesucht, welche unter anderem die berühmten Nashornbestände Merus völlig ausrotteten. Lange Zeit wurde der Park daraufhin von Touristen gemieden. Ende der 90er Jahre konnte jedoch der Wilderei im Meru erfolgreich Einhalt geboten werden, auch die Touristenzahlen nehmen seither wieder stetig zu. Seit 2002 wird hier sogar das Breitmaulnashorn wieder angesiedelt.

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1966

Höhenlage:

300 – 800 Meter über dem Meeresspiegel

Fläche:

870 km²

Lage:

östlich des Mount Kenya

Entfernung von Nairobi:

ca. 350 km

Klima:

sehr warm, während der Regenzeiten relativ feucht

Vegetation:

Grassavannen, Galeriewälder, Buschland, Sumpfgebiete

Tierwelt:

u.a. Elefant, Büffel, Löwe, Grevyzebra, Netzgiraffe, Kleiner Kudu; 300 Vogelarten

Samburu / Buffalo Springs / Shaba National Reserves

Die drei Nationalreservate Samburu, Buffalo Springs und Shaba liegen als eine ökologische Einheit in den Trockengebieten nördlich des Mount Kenya. Die Lebensader des Gebietes ist der Uaso Nyiro Fluss, an welchem sich gerade in der Trockenzeit viele Tiere versammeln. Die raue Landschaft mit felsigen, teils vulkanische geprägten Hügeln und die Kulisse der mächtigen Granitkuppe des Mount Ol Lolokwe übt eine große Faszination auf den Besucher aus. Das Gebiet gehört zu den landschaftlich beeindruckendsten Schutzgebieten Kenias. In dem Gebiet kommen riesige Elefantenherden vor, welche noch fast ungehindert ihren alten Wanderrouten durch den nahezu menschenleeren Norden Kenias nachgehen. Die Tierwelt Nordkenias unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den Arten im Süden des Landes: Das seltene Grevy-Zebra, die Netzgiraffe, das Gerenuk und die Oryxantilopes sind Charakterarten dieser Region. Unter den Vogelarten Nordkenias sind vor allem der Somali-Strauß, der an seinem bläulichen Hals zu erkennen ist und das Geierperlhuhn zu nennen. Das Volk der Samburu, welches in dieser Region lebt, ist historisch und kulturell eng mit den Massai verbunden. Genau wie diese, leben die Samburu noch nach ihren alt hergebrachten Traditionen. Ein Besuch eines Samburu-Dorfes sollte daher nicht versäumt werden.

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1948 als Samburu Isiolo Game Reserve; in den 1970er Jahren in die heutigen Reservate aufgeteilt

Höhenlage:

800 – 1.200 Meter über dem Meeresspiegel

Fläche:

104 km² (Samburu), 131 km² (Buffalo Springs), 239 km² (Shaba)

Lage:

nördlich des Mount Kenya

Entfernung von Nairobi:

ca. 340 km

Klima:

trocken und heiß

Vegetation:

Trockensavannen, teils mit halbwüstenartigem Charakter. Galeriewälder und Doumpalmen am Uaso Nyiro Fluss

Tierwelt:

u.a. Löwen, Geparden, Leoparden, Elefanten, Grevy-Zebras, Netzgiraffen, Gerenuks, Oryx-Antilopen, Krokodile; über 450 Vogelarten

Mount Elgon Nationalpark

Der Mount Elgon ist nach dem Mount Kenya der zweithöchste Berg des Landes. Er liegt ca. 30 km westlich von Kitale direkt auf der Grenze zu Uganda, wo er mit 4321 seinen höchsten Punkt erreicht. Auf kenianischer Seite erreicht der Mount Elgon am Koitoboss Peak immerhin eine Höhe von 4.155 Metern. Der Mount Elgon ist ein erloschener Vulkan, der durch ein bisher noch nicht vollständig erforschtes Netz von Höhlen durchzogen wird. Das Gestein in einigen Höhlen, wie in der Kitum Cave, enthält große Mengen an Salz, so dass Elefanten diese Höhlen während der Nacht aufsuchen, um ihren Salzbedarf zu decken. In Begleitung eines Rangers und mit einer Taschenlampe bewaffnet kann der Eingangsbereich der 200 Meter tiefen Kitum-Höhle am Tage sicher erkundet werden. Die Höhlendecke ist voller Fledermäuse, an den Höhlenwänden zeugen tiefe Kratzer davon, dass die Elefanten hier regelmäßig mit ihren Stoßzähnen nach Salz graben. Nur ein kleiner Teil des Mount Elgon wurde bisher als Nationalpark ausgewiesen, ein Großteil steht allerdings als Forest Reserve unter Schutz. In Begleitung eines Rangers können Wanderungen bis hinauf zum höchsten Punkt auf der kenianischen Seite des Berges unternommen werden.

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1968

Höhenlage:

2.160 – 4.155  Meter über dem Meeresspiegel

Fläche:

169 km²

Lage:

Westkenia, an der Grenze zu Uganda

Entfernung von Nairobi:

410 km

Klima:

kühl und wolkig; teilweise starke Regenfälle

Vegetation:

in hoch gelegenen Bereichen afroalpine Moore und Baumheidelandschaften, in niederen Lagen Bambusdickicht und Bergwald

Tierwelt:

u.a. Schwarz-Weißer Colobusaffe, De Brazza- Meerkatze, Leopard, Riesenwaldschwein, Buschbock, Wasserbock, Elefant; 240 Vogelarten

Hell´s Gate Nationalpark

Der Hell's Gate Nationalpark ist einer der kleinsten Nationalparks Kenias, bietet jedoch die Möglichkeiten für vielfältige Naturerlebnisse inmitten einer bizarren Landschaft. Steil aufragende Klippen rahmen ein Savannental ein, in welchem verschiedene Antilopenarten und Giraffen weiden. Steil aufragende Felstürme wie der Fischer's Tower, der harte Lavakern eines verwitterten Vulkans sind die Heimat von Klippschliefern, die eher Murmeltieren ähneln, aber in Wahrheit entfernte Verwandte des Elefanten sind. Der Park kann auch zu Fuß oder mit dem Mountain-Bike erkundet werden, man sollte zu den eigentlich friedlichen Tierarten im Hell's Gate dennoch einen respektvollen Abstand bewahren. Ein Abstieg in die Njorowa Gorge und eine Wanderung durch diesen engen Canyon bietet weitere eindrückliche Erlebnisse. Eine Besonderheit von Hell's Gate ist das geothermische Kraftwerk Ol Karia, welches am Rande des Nationalparks liegt: Durch vulkanische Aktivitäten im Erdinnern wird das Grundwasser so stark aufgeheizt, dass es unter hohem Druck Temperaturen von bis zu 304°C erreicht. Ol Karia zapft diese unterirdischen Energievorkommen an und erzeugt durch den Druck des Dampfes auf umweltfreundliche und nachhaltige Weise Strom.

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1968

Höhenlage:

1.560 - 2.187 Meter über dem Meeresspiegel

Fläche:

68 km²

Lage:

im Rift Valley, ganz in der Nähe des Lake Naivasha

Entfernung von Nairobi:

100 km

Klima:

Warm und trocken

Vegetation:

Savanne und Buschland inmitten von Hügeln und tiefen Schluchten

Tierwelt:

Elenantilope, Büffel, Klippschliefer, Giraffe; über 100 Vogelarten, darunter in den Felswänden brütende Geier und Kaffernadler

Saiwa Swamp Nationalpark

Der Saiwa Swamp ist der bei weitem kleinste Nationalpark Kenias und liegt in einem kleinen bewaldeten Flusstal am Fuße der Cherangani Hills, ganz in der Nähe der Kleinstadt Kitale. Saiwa Swamp ist der einzige Park Kenias, welcher ausschließlich zu Fuß erkundet werden kann. Holzstege führen durch den schilfbewachsenen Sumpf. An mehreren, teils erhöhten Beobachtungsplattformen bietet sich ein guter Überblick über das Flusstal. Der Park wurde in erster Linie zum Schutz der Sitatunga-Antilope geschaffen, einer Antilopenart, welche fast ihr ganzes Leben im Sumpf verbringt und perfekt schwimmen und tauchen kann. Am frühen Morgen und späten Nachmittag hat man die größten Chancen, die scheuen Sitatunga-Antilopen zu entdecken.

Eine andere Rarität von Saiwa sind zwei Primatenarten, nämlich die DeBrazza-Meerkatze und der  nachtaktive Potto, welche ähnlich wie die Sitatunga nur an wenigen Orten in Kenia zu finden sind. Auch die Vogelwelt ist beachtlich: 372 Arten konnten hier trotz der geringen Größe des Parks bisher nachgewiesen werden. 

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1974

Höhenlage:

1.820 – 1.880  Meter über dem Meeresspiegel

Fläche:

15,5 km², davon 3 km² im eigentlichen Sumpfbereich

Lage:

bei Kitale in Westkenia; am Fuße der Cherangani Hills

Entfernung von Nairobi:

400 km

Klima:

warmes Klima, aber kühle Nächte. Häufige Regenfälle um April, August und November, sonst wenig Niederschlag

Vegetation:

sumpfiges Flusstal mit Galeriewald

Tierwelt:

u.a. Sitatunga, Schwarz-Weißer Colobusaffe, De Brazza- Meerkatze, Otter und der nachtaktive Potto. 372 Vogelarten (!), darunter der Lady Ross Turako, Narina-Trogon und der Kronenkranich

Shimba Hills Nationalpark

Die Shimba Hills sind ein kleines Gebirge im Hinterland der Südküste von Mombasa und daher von den Touristenzentren der kenianischen Küste leicht zu erreichen. Die Küstenregenwälder der Shimba Hills sind die Heimat vieler Elefanten, Büffel und Antilopen. Die große Besonderheit des Parks ist die Rappenantilope, eine der schönsten Antilopenarten Afrikas, die in Kenia nur hier kommt. Auch die ebenfalls hier beheimatete Pferdeantilope ist in Kenia sonst nur in der Masai Mara und im Ruma-Nationalpark Viktoriasee zu finden. Wer seinen Badeurlaub in Kenia verbringt, aber keine Zeit für eine längere Safari hat, sollte zumindest diesen Park im Rahmen eines Tagesausfluges besuchen. Auch für in Afrika erfahrene Besucher sind die Shimba Hills aufgrund der beiden seltenen Antilopenarten und des Küstenregenwaldes ein lohnendes Ziel. Der Park kann sowohl mit dem Auto als auch an bestimmten Orten in Begleitung eines Rangers zu Fuß erkundet werden, so z.B. an den Sheldrick Falls. Die Shimba Hills Rainforest Lodge, ein auf Stelzen gebautes Hotel in Höhe der Baumwipfel bietet Übernachtungsmöglichkeiten und die Chance, die Wildtiere am Wasserloch aus erhöhter Perspektive zu beobachten.

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1968

Höhenlage:

120 – 450 Meter über dem Meeresspiegel

Fläche:

250 km²

Lage:

südwestlich von Mombasa an der kenianischen Küste

Entfernung von Mombasa:

35 km

Klima:

eigentlich feucht und heiß, regelmäßige Winde sorgen aber für Abkühlung

Vegetation:

Küstenregenwald, durchsetzt mit Gras- und Buschland

Tierwelt:

der einzige Park in Kenia, wo die Rappenantilope vorkommt; außerdem die seltene Pferdeantilope sowie u.a. Elefanten, Büffel, Wasserbock, Löwe und verschiedene Affenarten; 111 Vogelarten, darunter kommen 22 nur hier vor

Lake Bogoria National Reserve

Einen großen Teil des Lake Bogoria National Reserves nimmt der gleichnamige Sodasee ein. Der vom steil aufragenden Siracho Escarpment umgrenzte See im Rift Valley ist die Heimat unzähliger Flamingos, welche dicht gedrängt ihre Nahrung aus dem flachen Wasser filtern. Ähnlich wie im Lake Nakuru kommen auch in diesem Sodasee bestimmte Algen vor, welche die Nahrungsgrundlage der Flamingos bilden. Neben den Flamingos wurden am Lake Bogoria insgesamt 135 Vogelarten nachgewiesen. Zur reichen Vogelwelt gehören neben den Flamingos unter anderem Marabus, Schreiseeadler, Bienenfresser und Hornvögel. Von geologischem Interesse sind die heißen Quellen und Geysire, welche kochend heißes Wasser gen Himmel schießen. Der umgebende Dornbusch beherbergt verschiedene Arten von Säugetieren, allen voran eine der seltensten Antilopen Kenias, den Großen Kudu. Außerdem kommen hier Zebras, Geparde, Warzenschweine, Karakals, Impalas, Dikdiks und viele Kleinsäuger vor. Das Südufer ist von einem lichten Akazienwald bewachsen, nach Norden wird der See von einem Papyrussumpf begrenzt. Der Lake Bogoria ist vor allem wegen seiner Landschaft, der heißen Quellen und der Flamingos ein lohnendes Safariziel. Viele Großtiere wird man dagegen nicht zu Gesicht bekommen. Da es kaum gefährliche Tiere gibt, darf man sich am Lake Bogoria dafür aber zu Fuß oder mit dem Fahrrad fortbewegen – die Natur kann also viel intensiver erlebt werden.

Zahlen und Fakten:

Gründungsjahr:

1970

Höhenlage:

990 Meter über dem Meeresspiegel

Fläche:

107 km²

Lage:

Rift Valley

Entfernung von Nairobi:

250 km

Klima:

Heiß und trocken

Vegetation:

trockenes Buschland, Grassavannen, Akaziendickicht

Tierwelt:

zeitweise Millionen von Flamingos; außerdem Marabus und Schreiseeadler; eine seltene Antilope, der Große Kudus kommt sonst nur an wenigen Orten in Kenia vor