Die Auswirkungen der Klimatherapie des Toten Meeres auf die Krankheitsentstehung der Psoriasis
Eine im Jahr 2003 veröffentlichte Studie untersuchte die Auswirkungen der Klimatherapie des Toten Meeres mit Bezug auf die pathologischen Veränderungen und Immuntoleranz in der Haut von mit Psoriasis befallenen Patienten.
Histologische Untersuchungen der Haut haben gezeigt, dass charakteristische pathologische Änderungen bei Psoriasispatienten sich normalisierten, während Immunologiestudien einen wesentlichen Rückgang der immunologischen Aktivität nachwiesen.
Vorläufige Daten zeigen insofern optimale Resultate, als dass Psoriasiswunden schneller abheilen, wenn sie der Klimatherapie des Toten Meeres unterzogen werden und in Kombination dazu mit Calcipotriol topisch behandelt werden.
Wiederholte Studien haben gezeigt, dass selbst schwere Fälle von Psoriasis, die sonst einen Krankenhausaufenthalt und systemische Medikation, wie Retinoide, Methotrexat oder Cyclosporine erforderlich gemacht hätten, eindrucksvoll auf die Klimatherapie reagieren; von den milderen Formen einmal ganz abgesehen - und all dies ohne potentielle Nebenwirkungen, die diese systemischen Medikamente gewöhnlich mit sich bringen.
Die Klimatherapie des Toten Meeres wird von verschiedenen Krankenkassen übernommen: eine Studie des schweizerischen Psoriasisverbandes hat gezeigt, dass die Klimatherapie bei Patienten mit ernsthafter Psoriasis im Vergleich mit anderen Therapien wirtschaftlich günstiger ist als künstliche Behandlungen.
Angesichts ihrer Rentabilität bezuschussen Krankenkassen in Ländern Westeuropas wie Deutschland und Dänemark sowie mehrere Länder Osteuropas die Klimatherapie für Hautkrankheiten am Toten Meer. Norwegen subventioniert ebenfalls die Behandlungen von Gelenkkrankheiten.

